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Branchenreport - Konsumentenkredite 2010

Artikelnummer:124032
Veröffentlichungsdatum:01.01.2010
Sprachversion:Deutsch
Land:Deutschland
Format:Printversion
Studientyp:Branchenreport
Seitenumfang:400 Seiten
Sterne (Bewertung):Für diese Studie liegt keine Bewertung vor.
890,00 €   *

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Zahlen und Fakten zur Studie

Für den vorliegenden Branchenreport KONSUMENTENKREDITE wurde im Juni 2010 eine Befragung von Finanzdienstleistungsunternehmen durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 107Entscheidungsträger in Kreditinstituten über ihre Einschätzung zur Entwicklung des Marktes für Konsumentenkredite bis zum Jahr 2015 befragt.


Inhalt der Studie

Gegenüber 2005 wird sich im laufenden Jahr 2010 das Marktvolumen für Konsumentenkredite in Deutschland - bestehend aus Ratenkrediten, Dispositionskrediten und anderen Nichtratenkrediten - um 3,5 Prozent auf 225,8 Mrd. Euro reduzieren. Jedoch ist vor dem Hintergrund der soziodemografischen Entwicklung und der sich wieder leicht verbessernden volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer wieder zunehmenden Verschuldungsbereitschaft der privaten Haushalte zu rechnen. Hiernach wird der Gesamtmarkt bis 2015 um knapp 3 Prozent auf 232,2 Mrd. Euro wachsen.

Getragen wird der Markt für Konsumentenkredite von der positiven Entwicklung der Ratenkredite, die in diesem Jahr mit einem Plus von voraussichtlich 9 Prozent auf 141,8 Mrd. Euro einen neuen Höchststand erreichen. Und bis 2015 wird das Ratenkredit-Volumen weiter zunehmen, und zwar gegenüber 2010 um über 12 Prozent auf 160 Mrd. Euro. Bei den Nichtratenkrediten (Dispositionskredite und andere Nichtratenkredite) insgesamt wird dagegen ein deutlicher Rückgang erwartet, und zwar minus 19 Prozent im laufenden Jahr (gegenüber 2005) und minus 13,7 Prozent auf dann nur noch 72,4 Mrd. Euro bis 2015.

Insgesamt wird der Wettbewerb im Markt für Konsumentenkredite sich deutlich verschärfen. Neu auf den Markt drängende Anbieter, vor allem Kreditinstitute aus dem Ausland – müssen etablierten Konkurrenten Kunden und Marktanteile abjagen, wenn sie selbst wachsen wollen. Das geschieht zumeist über günstigere Konditionen. Doch inzwischen müssen sich die traditionellen Anbieter von Konsumentenkrediten nicht nur mit den Angeboten anderer Banken messen, sondern auch mit der subventionierten Absatzfinanzierung des Einzelhandels und den Offerten der Autobanken. Das höchste Wachstum wird für die Spezial- bzw. Absatzfinanzierungsbanken prognostiziert. Raten- und Rahmenkredite werden künftig weniger bei der Erstbankverbindung, sondern vielmehr bei Zweit-, Dritt- oder Viertbanken aufgenommen.

Die weiteren Trends im Markt für Konsumentenkredite:


• Als Mittel der bargeldlosen Bezahlung werden die Kreditkarten zunehmend an Bedeutung gewinnen. Rund 6 Prozent aller Umsätze im deutschen Einzelhandel kommen bereits über Kreditkarten zustande und jede sechste Kreditkarte ist inzwischen mit einer Kreditfunktion ausgestattet. Zusätzliches Kreditpotenzial ergibt sich aus dem Angebot der Kartengesellschaften, Beträge über Raten zurückzuzahlen.
• Herstellereigene Autobanken werden überdurchschnittliche Zuwächse im Konsumentenkreditmarkt verbuchen können. Kreditinstitute ohne Autobanken werden im Autokreditsegment zunehmend mit Gebrauchtwagenhändlern zusammenarbeiten.
• Drängend bleibt für die Kreditinstitute im Konsumentenkreditgeschäft die Frage nach der Bonität privater Kreditnehmer, denn gerade bei Zweitbanken besteht die Gefahr einer negativen Bonitätsauslese. Die Ausfallquote bei Konsumentenkrediten liegt gegenwärtig bei 2 bis 3 Prozent. Mit erhöhten Kreditausfällen wird erst ab 2011 gerechnet.
• Die Bereitschaft, eine Finanzierung in Anspruch zu nehmen, ist in starkem Maße von dem Haushaltsnettoeinkommen der Privathaushalte abhängig und nimmt tendenziell mit sinkendem Einkommen zu.
• Neu entdeckt haben die Kreditinstitute die Zielgruppe der Senioren und reagieren mit entsprechenden Kreditangeboten. Es ist davon auszugehen, dass das Angebot an speziellen Krediten für Senioren in nächster Zeit ansteigt.
• Beim Vertrieb im Konsumentenkreditgeschäft wird der Verkauf über die Geschäftsstellen zwar weiterhin dominieren, allerdings bis 2015 nur noch 53 Prozent des Kreditgeschäfts ausmachen. Bis dahin wird mehr als ein Drittel der Konsumentenkredite am Point of Sale vergeben. Einen hohen Anteil hieran haben Kfz-Finanzierungen. Auf den Vertriebsweg Internet entfallen bislang zwar nur 5 Prozent des Konsumentenkreditgeschäftes. Doch wird sich dieser Anteil bis zum Jahr 2015 auf 10 Prozent verdoppeln.
• Das Konsumentenkreditgeschäft wird sich auch in Zukunft nicht nur auf die wenigen Spezialanbieter konzentrieren. Dennoch wird auch weiterhin mit Marktanteilsgewinnen der auf dieses Geschäftsfeld spezialisierten Institute gerechnet. Vergleicht man das Konzept von Direktbanken, Non- und Nearbanks und Intermediären, so fällt auf, dass sie sich jeweils auf bestimmte Kundensegmente und/oder Kundenbedürfnisse fokussieren.
• Für die Vertriebsstrategie der Konsumentenkredit-Anbieter heißt das, sich mit ihren Angeboten dort zu platzieren, wo die originären Kundenbedürfnisse beziehungsweise Kaufwünsche entstehen. Bei der Wahl der Vertriebswege müssen die im Konsumentenkreditgeschäft tätigen Banken und Sparkassen also ihren Kunden folgen. Die Präsenz am Point of Sale ist damit ebenso wichtig wie die traditionelle Filiale, das Call Center und das Internet.